** NEWS **

Tipp: auf dieser englischsprachigen Website: Africanelephantjournal.com > News, finden sich täglich Berichte über das Schicksal der Elefanten. (extern)

⇒Tägliche News auch bei Mayday-Elefanten auf Facebook (extern)


BOTSWANA – Todesursache wohl aufgeklärt ‼️‼️‼️
Tiere vergifteten sich offenbar an Wasserstelle

(Sept. 2020) Mitte des Jahres sorgte der plötzliche Tod von hunderten Elefanten in Botswana für Aufsehen. Nun wurden in Blutproben eine Art von Cyanobakterien nachgewiesen.
 
Der mysteriöse Tod von hunderten Elefanten im südafrikanischen Botswana hängt offenbar mit Cyanobakterien zusammen. Die Elefanten hätten die giftigen Mikroorganismen etwa beim Trinken an Wasserlöchern aufgenommen, erklärte am Montag der leitende Nationalpark-Veterinär Mmadi Reuben. Seit März sind mehr als 300 Elefanten in Botswana gestorben, ohne dass die Wildhüter eine Erklärung dafür hatten.
Andere Wildtiere offenbar aber nicht!
 

SIMBABWE – noch weitere tote Elefanten in Simbabwe gefunden; jetzt mindestens 22 Tiere
Erst Botswana, jetzt Simbabwe: mysteriöse Todesursache noch nicht endgültig gefunden in Botswana! In Simbabwe vermutet man, dass giftige Pflanzen die Ursache sein könnten. Die Elefanten erleben dort gerade eine Dürrezeit und es gibt zu wenig an pflanzlicher Nahrung; junge Elefanten kommen nicht an die höheren Äste heran. So fressen die Elefanten zurzeit auch giftige Pflanzen – heißt es im Artikel.
Zwar scheint in Simbabwe nun wohl die Ursache gefunden, aber es dürften noch mehr der Dickhäuter verenden.Das Problem werde möglicherweise durch die Trockenzeit hinweg andauern.


Schlechte Nachrichten aus SIMBABWE
Zwölf Elefanten-Kadaver in Simbabwe gefunden!

Laut dem Behördensprecher Tinashe Farawo deuteten die ersten Erkenntnisse darauf hin, dass die Elefanten an einer bakteriellen Infektion gestorben sein könnten. Die Bakterien könnten von Pflanzen übertragen worden sein sein, welche die Elefanten normalerweise nicht fressen. Die Überpopulation an Elefanten führt nach Angaben der Wildschützer dazu, dass die Dickhäuter ihre bevorzugte Nahrung oft nicht mehr finden und sich dann von anderen und manchmal giftigen Pflanzen ernähren.
Dass die Elefanten von Wilderern auf der Jagd nach Elfenbein getötet wurden, könne ausgeschlossen werden, da deren Stoßzähne intakt seien.
Auch seien die Elefanten nicht an Zyanid gestorben – dies könne ausgeschlossen werden, da die Geier, die von deren Aas gefressen hätten, keine Anzeichen einer solchen Vergiftung gezeigt hätten, sagte der Behördensprecher Tinashe Farawo. Zyanid wird von Wilderern in dem südafrikanischen Land häufig zur Tötung von Elefanten eingesetzt.


KENIA – im August 2020
Elefanten-Population verdoppelt: Kenias Elefanten erleben Babyboom

Rund 170 Elefantenkälber wurden in 2020 bereits geboren. Seit den 90er-Jahren hat sich die Zahl der Elefanten damit verdoppelt, verkündete der Kenya Wildlife Service (KWS) anlässlich des Welt-Elefanten-Tags.

In Kenya. Foto by Pixabay

Kenia hatte 1989* nur 16.000 Elefanten, und diese Zahl stieg 2018 auf über 34.000, sagte Minister Najib Balala.

In den letzten Jahren haben wir es geschafft, Wilderei in diesem Land zu zähmen„, sagte er Reportern während eines Besuchs im Amboseli-Nationalpark. Die Zahl der in diesem Jahr (2020) bisher gewilderten Elefanten lag bei sieben, gegenüber 34 im Jahr 2019 und 80 im Jahr 2018.

Die Regierung hat strengere Strafen verhängt – längere Gefängnisstrafen und höhere Geldstrafen – für jeden, der wegen Wilderei oder des Handels mit Wildtiertrophäen verurteilt wurde.

Ein deutliches Signal an die Wilderer setzte Präsident Uhuru Kenyatta 2016: Er verbrannte öffentlich Elefantenstoßzähne im Wert von rund 87 Millionen Euro.

*seit 1989 ist der internationale Handel mit Elfenbein verboten!

Quelle ⇒Reuters


12. August 2020
Heute ist der alljährliche WORLD ELEPHANT DAY

Dieser Tag ehrt weltweit alle Elefanten und wird sogar gefeiert. Dieser Tag mahnt aber auch, dass die sensiblen Dickhäuter stark bedroht sind. Am Welttag des Elefanten finden Protestaktionen statt, gegen Vieles was Elefanten schadet, so z.B. enorme & brutale Wilderei, Elfenbeinhandel, Haltung in Zirkussen sowie auch den Einsatz von Elefanten in Asien für den Tourismus oder als Arbeitselefanten. Mehr dazu ⇒hier


SINGAPUR – ELFENBEINZERSTÖRUNG am 11.8.20
Rund 9 Tonnen Elfenbein im Wert von 18 Millionen Dollar, das zerstört wird

In einem aufschlußreichen Beispiel für das Engagement der Republik gegen den illegalen Handel mit Wildtieren wird das National Parks Board (NParks) am Dienstag (11. August) illegales Elfenbein im Wert von 18 Millionen US-Dollar mit einem Gewicht von rund neun Tonnen zerkleinern. Dies wird der weltweit größte zerstörte Transport sein, seit 2016 in Malaysia 9,5 Tonnen Elfenbein zerkleinert wurden.

Das am Dienstag, 11. August 2020, zerstörte Elfenbein stammt aus verschiedenen Quellen und wurde im Laufe der Jahre beschlagnahmt, darunter 8,8 Tonnen von rund 300 Elefanten, die nach einer Kontrolle aus einem Container auf dem Weg von der Demokratischen Republik Kongo nach Vietnam im Juli letzten Jahres beschlagnahmt wurden‼️

Die Veranstaltung findet auch zum Gedenken an den Weltelefantentag statt, der am 12. August gefeiert wird.

Südostasien ist eine Brutstätte für diesen Handel, wobei Singapur als wichtiger Verkehrsknotenpunkt für illegale Waren dient.

Singapur ist Unterzeichner des Übereinkommens über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten wildlebender Tiere und Pflanzen (Cites), das den internationalen Handel mit Elefantenelfenbein verbietet.

Laut dem WWF ist der Handel mit Wildtieren nach Drogen, Menschenhandel und Fälschungen der viertgrößte illegale Handel der Welt.

Quelle ⇒JOURNAL OF AFRICAN ELEPHANTS
Quelle ⇒Bangkokpost

Singapur wird den Inlandshandel mit Elefantenelfenbein ab September 2021 verbieten, teilte das National Parks Board (NParks) bereits 2019 mit

Das Verbot wird bedeuten, dass der Verkauf von Elefantenelfenbein und Elfenbeinprodukten in Singapur verboten wird, sagte NParks. Die Anzeige der zum Verkauf stehenden Produkte ist ebenfalls nicht gestattet.

➡️ Das Verbot tritt am 1. September 2021 in Kraft.

„Dieses landesweite Verbot unterstreicht Singapurs Entschlossenheit im Kampf gegen den illegalen Handel mit Arten, die unter dem Übereinkommen über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten wildlebender Tiere und Pflanzen (CITES) aufgeführt sind“, sagte NParks in einer Pressemitteilung.
Quelle ⇒todayonline


BOTSWANA – im August 2020
Ein Rätsel darüber, was Hunderte von Elefanten in Botswana getötet hat, wo die weltweit größte Tierpopulation (ca. 130.000 Tiere) lebt, bleibt ungelöst, da die Regierung Pestizide, Agrochemikalien und Krankheitserreger als mögliche Gründe für ihren Tod ausschließt.

Tests an Proben, die aus etwa 300 im Nordwesten Botswanas gefundenen Kadavern entnommen und zur Untersuchung an Laboratorien in Simbabwe und Südafrika geschickt wurden, erwiesen sich als nicht schlüssig.

Die bisher erhaltenen Ergebnisse beseitigen keine Vergiftungen, daher werden Umweltfaktoren, einschließlich natürlich vorkommender Toxine, noch untersucht„, sagte das Umweltministerium von Botswana in einer Erklärung.

In Botswana leben etwa 135.000 Elefanten, die einen wichtigen Teil der Tourismusbranche ausmachen, auf die ein Fünftel der Wirtschaft entfällt. Die Positionierung der Elefanten-Kadaver der toten Tiere zeigt an, dass sie plötzlich gestorben sind. Quelle ⇒JOURNAL OF AFRICAN ELEPHANTS

Abb.: Der Brief zeigt die bislang offizielle Erklärung und erste Ergebnisse zum mysteriösen Elefantensterben in Botswana. Ausgestellt vom botswanischen Umweltministerium am 7. August 2020


NAMIBIA – RÜCKGANG DER WILDEREI ‼️
(im August 2020)
Xinhuanet berichtet dass Namibia seit Januar nachweislich 17 Nashörner und 2 Elefanten durch Wilderei verloren hat.
Dies teilte das namibische Ministerium für Umwelt, Forstwirtschaft und Tourismus am Dienstag mit. Der Sprecher des Ministeriums, Romeo Muyunda, sagte, das Land gewinne den Kampf gegen Wilderei.

„Namibia hat im Laufe der Jahre einen enormen Rückgang der Fälle von Wilderei verzeichnet. Dies ist ein Beweis dafür, dass die verschiedenen Maßnahmen, die das Land zur Eindämmung der Wilderei ergriffen hat, funktionieren“, sagte Muyunda.

Namibia hat in den letzten drei Jahren einen drastischen Rückgang der Fälle von Wilderei verzeichnet. Laut offiziellen Statistiken verzeichnete das Land im vergangenen Jahr 59 Fälle von Wilderei, während das Land 2018; 105 Fälle von Wilderei verzeichnete.

Quelle: Xinhuanet
Foto: Elefanten in Namibia, Bild von kolibri5 auf Pixabay


Endlich – Freilassung von Kaavan aus grausamen Zoo offiziell bestätigt!
(im Juli 2020)

Ein schrecklich vernachlässigter Elefant, der an einer psychischen Erkrankung leidet, wurde dank einer von Cher (berühmte Sängerin) unterstützten Kampagne endlich freigelassen.

Dies ist einer der größten Momente meines Lebens“, twitterte Cher im Mai 2020, als die Nachricht bekannt wurde, dass das Oberste Gericht von Islamabad die Freilassung von Kaavan angeordnet hatte.

Weitere Informationen bei Netzfrauen:
https://netzfrauen.org/2020/07/19/kawaan/


MYANMAR
Ausführlicher Artikel + VIDEO (28 min.) vom SWR zu einem todtraurigen Thema: Elefanten in Myanmar – Ein heiliges Tier wird arbeitslos!
Nirgendwo gibt es so viele Arbeitselefanten wie in Myanmar. Und ausgerechnet in dem Land, das Elefanten als heilig betrachtet, werden die Tiere gequält und getötet.
⇒Artikel lesen / Video ansehen beim SWR


BOTSWANA / Drama im Okavango Delta:

Mehr als 350 Elefanten sind in Nordbotswana bei einem mysteriösen Massensterben gestorben, das von Wissenschaftlern als „Naturschutzkatastrophe“ bezeichnet wird.
Anfang Mai wurde erstmals im Okavango-Delta eine Gruppe von toten Elefanten gemeldet. Bis Mitte Juni hatte sich die Zahl mehr als verdoppelt, wobei 70% der Todesfälle laut lokalen Quellen, die anonym bleiben möchten, um Wasserlöcher gruppiert waren. Es ist dramatisch und noch immer nicht klar, WARUM sie sterben mussten.
NGOS werfen der Regierung vor, dass sie zu langsam agiert, was die dringlichen Untersuchungen anbelangt! Es seien Proben zur Analyse der Todesursache nach Südafrika, Simbabwe und Kanada geschickt worden. Die beiden Hauptmöglichkeiten der Todesfälle sind Vergiftungen oder ein unbekannter Erreger.

Foto: The Guardian


In Botswana leben noch etwa 130.000 Elefanten in freier Wildbahn, was einem Drittel aller Elefanten auf dem afrikanischen Kontinent entspricht.
⇒Hier viele Fotos von den Kadavern (bei The Guardian)
⇒Weitere Quelle n-tv und ⇒TheSun.co/uk

Möglichkeiten was das bislang mysteriöse Massensterben von Elefanten ausgelöst hat, berichtet ⇒NATIONAL GEOGRAPHIC

➡️ Toxisches Wasser / Anthrax / Vergiftung / Encephalomyocarditis virus / Killer Bakterien

 


A young elephant sways in pain after its feet and neck were shackled to poles by cruel trainers

ELEFANTEN-QUÄLEREI IN THAILAND
… ist leider nichts Neues, doch es gibt aktuelle Aufnahmen wo die ganze Brutalität dieser Torturen abermals gezeigt wird. Bitte niemals in diesen Ländern auf Elefanten reiten, das für Touristen angeboten wird! Bilder bei Dailymail ansehen

 


(Mai 2020) KENIA: Schritte zur Bekämpfung des illegalen Handels mit Wildtieren verbessern sich! (Das berichtet StandardMedia)

Zwischen 2007 und 2017 hatte Kenia 797 Elfenbeinbeschlagnahmen mehr als jedes andere afrikanische Land an das Elefantenhandels-Informationssystem gemeldet und nur China (3.984) und die USA (1.531) an dritter Stelle.

Kenias Bemühungen zur Bekämpfung des illegalen Handels mit Wildtieren durch Häfen haben sich verbessert, ohne dass in den letzten drei Jahren Beschlagnahmungen im Hafen von Mombasa gemeldet wurden.

Laut Traffic, einem globalen Netzwerk zur Überwachung des Handels mit Wildtieren, war Kenia eine wichtige Transitroute. Flughäfen und Seehäfen wurden als wichtige Ausstiegspunkte für den Handel mit illegalen Wildtierprodukten aus anderen Ländern gekennzeichnet.

„Kenia spielte in der Vergangenheit eine große Rolle als Ausstiegsroute für gehandelte Wildtierprodukte und war laut Beschlagnahmungen in den globalen Berichten von herausragender Bedeutung. Derzeit gibt es mehr Bewusstsein und Kenia hat sich bemüht, Lücken zu schließen, insbesondere im Luftverkehrssektor und in den Seehäfen “, sagte Richard Thomas, Kommunikations-Koordinator von Traffic. ⇒Quelle

 


(im April 2020) USA – Washington DC
Der Stadtrat von DC hat den Verkauf von Elfenbein und Nashorn-Horn verboten!
Am 7. April verabschiedete der Stadtrat von DC eine Gesetzesvorlage, die den Verkauf von Elefanten-Elfenbein und Nashorn-Horn in DC verbietet. Dies geht aus einer E-Mail der Tiergruppe DC Voters for Animals hervor. Das Gesetz zum Verbot des Handels mit Elfenbein und Nashorn-Horn von 2019 („Gesetz zum Verbot des Handels mit Elfenbein und Horn von 2020“) wurde vom Rat verabschiedet und wird Bürgermeister Muriel Bowser zur Unterzeichnung vorgelegt. – Quelle ⇒Onegreenplanet.org


CORONA-PANDEMIE 2020
(April 2020) Laut einer Studie sind menschliche Auswirkungen auf wild lebende Tiere für die Verbreitung von Viren verantwortlich

Ein verstärkter Kontakt mit Tieren ist wahrscheinlich die Ursache für Ausbrüche wie Covid-19, sagen Experten. Naturschützer fordern ein globales Verbot der Wildtiermärkte.

Die Jagd, die Landwirtschaft und der weltweite Umzug von Menschen in Städte haben zu einem massiven Rückgang der biologischen Vielfalt geführt und das Risiko erhöht, dass gefährliche Viren wie Sars-CoV-2, von Tieren auf Menschen übertragen werden, so eine große Studie.

In einem Artikel, der darauf hinweist, dass die zugrunde liegende Ursache der gegenwärtigen Pandemie wahrscheinlich ein verstärkter Kontakt des Menschen mit Wildtieren ist, haben Wissenschaftler aus Australien und den USA festgestellt, welche Tiere am wahrscheinlichsten die Krankheitserreger mit Menschen teilen.

Mit 142 Viren, von denen bekannt ist, dass sie über viele Jahre von Tieren auf Menschen übertragen wurden, wurden auf die Rote Liste der bedrohten Arten der IUCN gesetzt.

Weitere Information (Englisch) und  Quelle: ⇒Journal of African Elephants

„Pangolin“ – Bildquelle: Pixabay, alexstrachan

Das neuartige Virus Sars-CoV-2, das die Lungenkrankheit CoVid auslösen kann, ist sehr gefährlich, hoch ansteckend und seit Anfang 2020 breitet es sich weltweit aus.
Die Quelle des Virus ist eine Fledermaus von der das Virus wohl auf das Pangolin (Foto rechts) übersprang. Dieses Tier diente dem Virus als Zwischenwirt bevor es auf den Menschen überging, mutierte und sich den menschlichen Zellen anpaßte. Auf einem Wildtiermarkt in der chinesischen Stadt Wuhan, wird der Ausbruch der Seuche vermutet. Bereits im Dezember 2019 stellten Ärzte dort eine neuartige Lungenkrankheit an Patienten fest.


(April 2020) NAMIBIA

by Xinhua – Namibia hat seit Anfang des Jahres neun Nashörner und einen Elefanten durch Wilderei verloren, teilte das Ministerium für Umwelt, Forstwirtschaft und Tourismus am Montag mit.

Foto von Colin Bell

Der Sprecher des Ministeriums, Romeo Muyunda, sagte, Wilderei habe in privaten Farmen und in den Nationalparks des Landes stattgefunden. Der jüngste Vorfall ereignete sich am vergangenen Freitag, als ein Elefant gewildert wurde. Seitdem wurden zwei Verdächtige festgenommen. Der Ministerialbeamte sagte nicht, wie viele Nashörner und Elefanten im Vergleichszeitraum des vergangenen Jahres gewildert wurden, da er sagte, er sei nicht im Amt. „Im Allgemeinen haben wir in den letzten 3 Jahren einen stetigen Rückgang der Wilderei von Nashörnern und Elefanten festgestellt“, sagte Muyunda.

Die Wilderei auf Nashörner in Namibia ging 2019 auf 41 Tote zurück, verglichen mit fast 72 im gleichen Zeitraum des Jahres 2018, teilte das Ministerium für Umwelt und Tourismus im vergangenen Dezember mit. Namibia hat nach Südafrika die zweitgrößte Population weißer Nashörner der Welt und hält laut NGO Save the Rhino ein Drittel der weltweit verbleibenden schwarzen Nashörner. Die Wilderei in Namibia hat seit dem Höchststand im Jahr 2015 bei 95 Nashörnern zugenommen, ist auf 60 im Jahr 2016, 36 im Jahr 2017 und dann wieder auf 72 im Jahr 2018 gesunken.
http://www.china.org.cn/world/Off_the_Wire/2020-03/30/content_75878883.htm


24.3.2020
MALAWI:
Die Regierung von Malawi verbietet Buschfleisch nach Covid-19


MOSAMBIK: Über 4 Tonnen* Elfenbein wurden zwischen 2014 bis 2019 beschlagnahmt !!
Die mosambikanische Regierung gab am Mittwoch bekannt, dass sie von 2014 bis 2019 4.394 kg Elfenbein, 190 kg Nashornhörner und andere Trophäen beschlagnahmt hat.
Die Ministerin für Land und Umwelt, Ivete Maibase, gab die Zahlen während des Starts einer Kampagne gegen Wilderei in Maputo einen Tag nach dem Welttag der Wildtiere (3.3.) bekannt.
*4 Tonnen sind rund 4000 Kilogramm! Das Gewicht eines Stoßzahns schwankt zwischen 10 und 50 kg, und hängt von der Größe des Elefanten ab.
https://africanelephantjournal.com/over-4-tons-of-ivory-confiscated-in-2014-2019-in-mozambique/?fbclid=IwAR0n9IaTjnCeeY_epMPAZhRcXta_nEu1Yvt4J2AiS5XXHybv8Gh_sNusYYw


10.Februar 2020
BOTSWANA versteigert Lizenzen zum TÖTEN von Elefanten

Jagd in „kontrollierten Gebieten“ erlaubt
In Botswana fanden die ersten Auktionen für das Recht auf Elefantenjagd statt. Seit letztes Jahr ist das Verbot aufgehoben. In dem Land leben rund 130.000 Elefanten, die größte Population der Welt. Die Regierung verkaufte in der Hauptstadt Gaborone sieben Jagdscheine, mit denen jeder Jäger zehn Elefanten in „kontrollierten Jagdgebieten“ töten darf.

Naturschützer warnen davor, dass die Jagd schwere Folgen mit sich bringt. Denn oft würden die Trophäenjäger die größten und oft gesündesten Tiere aussuchen!!!

„Dies bedeutet, dass die besten Gene verloren gehen, so dass die Arten weniger in der Lage sind, sich an den beschleunigten Klimawandel anzupassen, anfälliger für Krankheiten sind und das Risiko des Aussterbens größer ist.
sagte Eduardo Goncalves, Gründer der Kampagne zum Verbot der Trophäenjagd
⇒Weitere Informationen und Fotos im Quellen-Artikel (rtl.de)


4. Februar 2020
KENIA
:  „Tim“ – einer der größten Elefanten Afrikas ist tot. Er starb im Alter von 50 Jahren aufgrund natürlicher Todesursache; im Amboseli-Nationalpark.
 
Eine Ikone und einer der größten und prächtigsten Elefanten Afrikas! Von solchen Big-Tusker gibt es leider immer weniger!
Paul Udoto, Generaldirektor von Kenya Wildlife Services (KWS), bestätigte den Tod des Jumbos und sagte, Tim sei am Dienstag im Mada-Gebiet des Amboseli-Nationalparks gestorben. Er fügte hinzu, dass die Leiche zu den Nationalen Museen von Kenia in Nairobi transportiert wurde, um den Präparator auf die Konservierung für Bildungs- und Ausstellungszwecke vorzubereiten.
Cynthia Moss, Gründerin und Direktorin von Amboseli Elephant Trust, sagte, Tim sei an natürlichen Ursachen gestorben.
 
Tim überlebte 2016 eine Speerattacke, Tim zeugte viele Nachkommen und war extrem beliebt bei den Touristen in Kenya. Und er ist ein Symbol dafür, dass Elefantenschutz funktioniert. 

Januar 2020
MOSAMBIK– weniger Elefantenopfer

Die Website „Club of Mozambique“ hat veröffentlicht, dass im Jahre 2019 „nur“ 26 Elefanten in Mosambik getötet wurden. Einer weniger als ein Jahr zuvor. Und das wiederum teilte die National Administration of Conservation Areas (ANAC) Lusa am Montag mit. In Mosambik wurden in früheren Jahren Hunderte Elefanten abgeschlachtet! Insofern ist das keine schlechte Nachricht. Von den 26 Elefanten, die 2019 starben, gingen die meisten (sieben) im 42.000 Quadratkilometer großen Niassa-Reservat im Norden des Landes verloren.
QUELLE: https://clubofmozambique.com/news/mozambique-only-26-elephants-killed-in-2019-one-less-than-year-before…


Januar 2020
46 Tonnen – so viel Elfenbein wurde 2019 weltweit beschlagnahmt!

Ein Löwenanteil davon in China, Vietnam, Singapur und Uganda. Bei fünf Beschlagnahmungen stellten die Behörden alleine in diesen vier Ländern 41 Tonnen Elfenbein sicher. 2018 wurde 15 Tonnen Elfenbein beschlagnahmt, 2017 knapp 24 Tonnen.
„Die erschreckenden Zahlen belegen: Die Wildereikrise geht weiter. Wenn sie beendet werden soll und wir die Elefanten retten wollen, müssen die Regierungen endlich konsequenter handeln“, sagt Robert Kless, Leiter des IFAW in Deutschland. „Der Elfenbeinhandel muss endlich weltweit verboten werden, denn der legale Handel heizt die Nachfrage und somit den illegalen Handel weiter an.“

⇒Zum Jahresrückblick 2019


SIMBABWE: Von 2012 bis 2019, hat Simbabwe 140 Baby-Elefanten nach China VERKAUFT !!!!
In fünf separaten Transporten

2012: 08 Elefanten
2015: 27 Elefanten
2016: 35 Elefanten
2017: 38 Elefanten
2019: 32 Elefanten

ZAHLEN von Adam Cruise PhD – Stellenbosch University, Südafrika. Quelle Artikel und mehr Infos (in Englisch)


Dezember 2019
SÜDAFRIKA – schwierige, aber gelungene, Umsiedelungsaktion eines mächtigen Elefanten-Bullen!

A team assisted by a crane and pulleys lever Tembe expertly onto a capture truck. Picture: SUPPLIED

Ein Team, das von einem Kran und Riemenscheiben unterstützt wird, hebelt den Bullen gekonnt auf einen Capture-Truck. Bild: Geliefert

Ein ganz spezieller Tag für die rund 40 Menschen, die sich im Tembe Elephant National Park in KwaZulu-Natal versammelt haben. Sie werden Zeuge an der Verlegung von einem mächtigen Elefantenbullen mit großen Stoßzähnen, in ein Schwesternreservat im 1300 km entfernten Addo Elephant National Park am Ostkap.
Nach der Betäubung hievt ein Kran den Bullen auf einen Truck, dann gehts weiter zu einem speziell angefertigten Transportfahrzeug für die lange Reise.
Bei Addo gibt es keine Begrüßungsparty. Aber Nick de Goede strahlt, als der Bulle 27 Stunden später herausgeschoben wird. „Dies ist genau die genetische Vermehrung, die wir brauchen“, sagt Nick de Goede.
Der neue Bulle von Addo ist ein königliches Exemplar von mehr als 3 m Höhe und fast 1,5 m langen Stoßzähnen. ⇒Netzquelle


Sommer 2019
ZIMBABWE – Klimakrise – Elefantensterben

(c) by Don Pinnock

Die simbabwischen Nationalparks wurden zu „Elefantenfriedhöfen“, da die Dürre zur neuen Normalität wird. Infolge des Klimawandels leiden Tierarten Afrikas.

Bis zu diesem Jahr gehörten Elefantenfriedhöfe zu Mythen und Legenden. Aber jetzt finden sich in Simbabwe Elefantenkadaver in den Nationalparks. Hunderte von Elefanten sind an den Folgen der Dürre verhungert.
Im Hwange-Nationalpark im Süden sind mehr als 200 Tiere gestorben. Die Ranger vor Ort planen bereits für das nächste Jahr, in dem sie die Tiere unterstützen müssen, da die Dürre zur neuen Normalität wird. Sie wollen Bohrlöcher graben und Pumpen einbringen – aber mit Simbabwes Wirtschaft am Rande des Zusammenbruchs gibt es kein Geld von der Regierung, um zu helfen.
Für die Elefanten, die zum Leben eine große Fläche benötigen, besteht auch das Problem, dass der Lebensraum abnimmt. Der Raum, den sie durchstreifen müssen, hat sich in den letzten 40 Jahren fast halbiert und in Hwange konkurrieren fast 50.000 Elefanten um sehr wenig Futter in einem Gebiet, das ein Drittel dieser Zahl tragen sollte.

von Von Penny Marshall, ITV
(Übersetzung: Anja Semling)


Oktober 2019
NIGERIA – Satellitenhalsbänder sollen den Schutz der größten verbliebenen Elefantenherde Nigerias erhöhen!
Anfang Oktober stattete die Wildlife Conservation Society (WCS) sechs Elefanten im Yankari-Nationalpark im Norden Nigerias mit Satellitenhalsbändern aus. Die Halsbänder helfen Nigerias größte verbliebene Elefantenherde besser zu überwachen und zu schützen. Nur noch weniger als 500 Elefanten leben in Nigeria.

Satellite collars to help boost protection for Nigeria’s largest remaining elephant herd


In Thailand kamen 11 Elefanten ums Leben, als sie ein Elefantenbaby retten wollten – Heartbreaking News As 11 Elephants Die Trying To Save A Baby Elephant


Botswana gibt 158 Elefanten zum Abschuss frei


29. August 2019
Gute Ergebnisse kamen bei CITES für die Elefanten zustande.
Der Handel mit Dutzenden Tier- und Pflanzenarten wird schärfer überwacht. Das beschlossen die 183 Unterzeichnerstaaten des Washingtoner Artenschutzübereinkommens über den Handel mit gefährdeten Arten freilebender Tiere und Pflanzen (Cites) bei ihrer Sitzung in Genf.

1. Keine Verkäufe mehr von jungen Elefanten an Zoos und Zirkusse!
Bei der Konferenz zum Washingtoner Artenschutzabkommen Cites haben die mehr als 180 Vertragsstaaten vereinbart, den Export wild gefangener Afrikanischer Elefanten in andere Kontinente weitgehend zu verbieten. Nach einer hitzigen Debatte beschlossen die Vertragsstaaten am Dienstag bei einer Plenumssitzung in Genf endgültig eine Neuregelung, die insbesondere Zoos betrifft.
Ausgenommen bleibt nur der Handel mit den Großsäugern für Projekte zu deren Arterhalt in freier Wildbahn. ⇒Mehr Infos (extern) bei heute.de

2. Elfenbeinhandel bleibt verboten
Die von Sambia, Botsuana, Namibia und Simbabwe beantragte Aufweichung des seit fast 30 Jahren verbotenen Elfenbeinhandels wurde abgelehnt. Vielmehr riefen die Cites-Staaten alle Länder auf, ihre Märkte für Elfenbeinhandel zu schliessen. Legaler Handel beflügele die Wilderei, ist das Argument. 


19. August 2019
ERFOLG im Elefantenschutz!
Cites/Genf Artenschutzkonferenz:
Eine Mehrheit der Delegierten hat sich für ein weitreichendes Verbot des Elefanten-Handels ausgesprochen. Wilde afrikanische Elefanten sollen demnach nicht mehr an Zoos oder Zirkusse verkauft werden dürfen. Umweltschützer sprachen von einem „historischen Sieg“. ⇒Mehr bei Tagesspiegel


Im August 2019
Weltartenschutz-Konferenz

Die CITES-Konferenzen haben begonnen! Vom 17. bis 28. Augsut finden sie in Genf (CH) statt. Bei der Weltartenschutz-Konferenz geht es um die Lockerung oder Verschärfung des Handels gefährdeter Tier- und Pflanzenarten. Tierschützern bereitet ein Antrag zum Elfenbeinhandel Sorgen. Mehr dazu bei ⇒Tageschau
Gleich zu Beginn der Artenschutzkonferenz in Genf gibt es Streit über den Handel mit Jagdtrophäen. Mehrere Länder haben beantragt, mehr Handel mit Elefanten zuzulassen. Deutschland gehört zu den EU-Spitzenreitern bei der Jagd auf gefährdete und geschützte Arten.
Allein in Afrika gehen jedes Jahr mehr als 18.000 Ausländer auf Großwildjagd und töten dabei mehr als 100.000 Wildtiere, heißt es von der Naturschutzorganisation Pro Wildlife.


August 2019
AEC – African Elephant Coalition > Forderung an Japan

Der Ältestenrat der African Elephant Coalition (AEC), bestehend aus 32 afrikanischen Ländern und der Mehrheit der afrikanischen Elefantenstaaten, fordert die japanische Regierung auf, ihren Elfenbeinmarkt, einen der größten der Welt, zu schließen und einen stärkeren Schutz der afrikanischen Elefanten zu unterstützen.

„Wir fordern Japan auf, dem Beispiel Chinas zu folgen und seinen einheimischen Elfenbeinmarkt zu schließen. Wir glauben, dass dies das Image Japans im Bereich des internationalen Naturschutzes vor den Olympischen und Paralympischen Spielen 2020 stärken wird “, sagte Azizou El Hadj Issa, Vorsitzender des Ältestenrates der AEC, in einem Appell an Taro Kono, den japanischen Außenminister zur Unterstützung der Koalition.

Konkret möchte die AEC:

  • Alle Länder sollen Chinas Beispiel bei der Schließung ihrer einheimischen Elfenbeinmärkte folgen, indem sie auf der Vertragsstaatenkonferenz eine Resolution (10.10) bekräftigen.
  • Aufnahme aller afrikanischen Elefanten in Anhang I, den nach CITES bestmöglichen Schutz. Derzeit sind Elefanten in Afrika mit Elefanten in Botswana, Namibia, Südafrika und Simbabwe in einer Split-Liste in Anhang II aufgeführt, was unter bestimmten Umständen den Handel ermöglicht.

Die AEC ist seit langem der Ansicht, dass, wenn Elefanten vollständig geschützt werden sollen, unbedingt alle in Anhang I aufgeführt werden müssen.

Quelle: https://conservationaction.co.za/recent-news/african-elephant-coalition-aec-japan-your-ivory-market/

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Foto oben von Mike Chase / abgeschlachteter Elefant in Afrika, nur wegen seiner Stoßzähne aus Elfenbein !! Das MUSS aufhören – dafür kämpfen wir.


26. Juli 2019

Aussterben der Elefanten erhöht CO2-Gehalt in der Atmosphäre
Wissenschaftler haben errechnet, dass durch Elefanten in den Wäldern Afrikas größere und langsam wachsende Bäume begünstigt werden, die mehr CO2 aus der Atmosphäre aufnehmen als schnell wachsende Pflanzen.

Große Pflanzenfresser wie Elefanten können wichtige Auswirkungen auf Ökosysteme und biogeochemische Kreisläufe haben. Der Einfluss von Elefanten auf Struktur, Produktivität und Kohlenstoffvorräte in den afrikanischen Regenwäldern ist jedoch weitgehend unbekannt. Wissenschaftler stellten aber fest, dass die Verringerung der Waldstammdichte aufgrund der Anwesenheit von Elefanten zu Veränderungen im Wettbewerb um Licht, Wasser und Raum zwischen Bäumen führt. Diese Veränderungen begünstigen die Entstehung von weniger und größeren Bäumen mit höherer Holzdichte. Eine solche Veränderung der Regenwaldstruktur und der Artenzusammensetzung Afrikas erhöht das langfristige Gleichgewicht der oberirdischen Biomasse.  ⇒Quelle extern
Foto von Pixabay


8. Juli 2019

NEW YORK – TOKIO
Der Bürgermeister von New York bittet den Governeur von Tokio, Elfenbein noch vor den Olympischen Spielen 2020 zu verbieten

Sehr geehrter Gouverneur Koike,
New York hat seit langem eine enge Beziehung zu Tokio und unsere beiden Städte sind weltweit als führend in nahezu jeder Branche bekannt. Dies ist auf unsere dauerhafte Partnerschaft und den gemeinsamen globalen Einfluss zurückzuführen.
Ich schreibe Ihnen heute mit Respekt, dass Sie im Vorfeld der Olympischen und Paralympischen Spiele 2020 den Handel mit Elefantenelfenbein in Tokio verbieten und Japans heimischen Elfenbeinmarkt schließen, um Afrikas Elefanten zu schützen. (…)“

6. Juli 2019

ERFOLG: Angkor Wat in Kambodscha bald ohne Elefantenreiten
Vor drei Jahren brach die Elefantendame Sambo auf einer Straße nach Angkor Wat zusammen und starb. Sie hatte den ganzen Tag lang bei großer Hitze Touristinnen und Touristen auf ihrem Rücken tragen müssen. Nun hat der Betreiber des Elefantenreitens vor Ort entschieden, diese grausame Beförderungsmöglichkeit nicht mehr anzubieten.
⇒Weiterlesen (extern) bei PETA


17. Juni 2019


PRESSEMITTEILUNG vom 28.05.2019

Seit 2011 habe sich die Zahl der getöteten Tiere mehr als halbiert, hieß es am 28 Mai 2019 in einem Bericht der internationalen Artenschutzkonferenz Cites. 2018 töteten Wilderer demnach 15.000 Elefanten, während es acht Jahre zuvor noch 40.000 Tiere waren.

Ursachen der Wilderei von Elefanten

Nicolas Scherger Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau

Studie zeigt Zusammenhang illegaler Jagd in Afrika mit Armut, Korruption und Nachfrage nach Elfenbein

Elefanten sind essenziell für die Savannen- und Waldökosysteme und spielen eine wichtige Rolle für den Ökotourismus in Afrika – jedoch hat die Wilderei in den vergangenen Jahrzehnten zu einem raschen Rückgang der Elefantenpopulationen beigetragen. Ein internationales Forscherteam präsentiert nun eine positivere Bilanz: Severin Hauenstein und Prof. Dr. Carsten Dormann von der Abteilung für Biometrie und Umweltsystemanalyse der Universität Freiburg zeigen zusammen mit Dr. Colin Beale von der Universität York/England sowie Dr. Mrigesh Kshatriya and Dr. Julian Blanc von dem Elefanten-Monitoring-Programm MIKE in Kenia/Afrika mit statistischen Verfahren auf, dass die Intensität der Wilderei auf Afrikanische Elefanten seit 2011 verhältnismäßig stark gesunken ist. In einer Studie, die sie in der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins „Nature Communications“ veröffentlichen, stellen die Forschenden die illegale Jagd auf Elefanten in Zusammenhang mit lokaler Armut, regionaler Korruption sowie der globalen Nachfrage nach Elfenbein.

Während fast alle Elefantenpopulationen nach dem Jahr 2000 drastische Rückgänge verzeichneten, sind einige Populationen mittlerweile seit ein paar Jahren stabil oder nehmen wieder zu, wie zum Beispiel die Tiere im Krüger-Nationalpark in Südafrika. Die Analyse der Forschenden zeigt, dass die Zahl der Elefanten, die durch Wilderei sterben, von einem geschätzten Höchstwert von mehr als zehn Prozent der Afrikanischen Elefantenpopulation im Jahr 2011 auf weniger als vier Prozent im Jahr 2017 gesunken ist. „Diese Entwicklung ist positiv zu bewerten, bedeutet aber noch keine Entwarnung“, erklärt Hauenstein. „Nach einigen Veränderungen im politischen Umfeld scheint die Gesamtzahl der illegal getöteten Elefanten in Afrika zu sinken, aber um mögliche Schutzmaßnahmen zu bewerten, müssen wir die lokalen und globalen Prozesse verstehen, die die illegale Jagd auf Elefanten antreiben.“

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass im regionalen Vergleich vor allem Korruption und Armut in der lokalen Bevölkerung die Wilderei begünstigen. Die Wissenschaftler heben hervor, dass die Bemühungen, die Nachfrage von Elfenbein auf asiatischen Märkten einzudämmen sowie regionale Korruption und Armut zu reduzieren, im Kampf gegen Wilderei erfolgreicher sein könnten als lediglich die Strafverfolgung zu verstärken: die erfassten jährlichen Raten der Wilderei korrelieren stark mit Angaben zur Elfenbeinnachfrage in Ostasien und insbesondere in China, dem traditionellen Markt für Elfenbein. Zudem unterscheiden sich die Quoten der illegalen Tötungen zwischen den 29 afrikanischen Ländern stark. Diese seien vor allem vom Grad der Korruption und Armut in dem jeweiligen Land abhängig.

Im Schutzprogramm „Monitoring the Illegal Killing of Elephants“ (MIKE), das die Europäische Union mitfinanziert, erfassen Wildtierhüterinnen und Wildtierhüter jährlich in 53 überwachten Stellen in 29 afrikanischen Ländern die sterblichen Überreste von Elefanten und untersuchen sie auf die Todesursache. Zwischen 2002 und 2017 haben sie 18.007 Kadaver registriert, von denen 8.860 als illegale Tötungen identifiziert wurden. MIKE wurde durch das Übereinkommen über den internationalen Handel mit gefährdeten frei lebenden Tieren und Pflanzen (CITES) gegründet, um die weltweit 181 Vertragsparteien bei Entscheidungen zum Handel mit Elefantenprodukten zu beraten. Zudem soll das Programm den Schutz und das Management von Elefanten in den betreffenden Staaten unterstützen.

Originalveröffentlichung:
Hauenstein, S., Kshatriya, M., Blanc, J., Dormann, C. F., Beale, C. M. (2019): „African elephant poaching rates correlate with local poverty national corruption and global ivory price.” In: Nature Communications. DOI: xxx

Bildunterschrift:
Die Intensität der Wilderei auf Afrikanische Elefanten ist seit 2011 verhältnismäßig stark gesunken. Foto: Colin Beale/Universität York

Kontakt:
Severin Hauenstein
Abteilung für Biometrie und Umweltsystemanalyse
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
E-Mail: severin.hauenstein@biom.uni-freiburg.de

Dr. Colin Beale
Institut für Biologie
Universität York/England
E-Mail: colin.beale@york.ac.uk

⇒Weiterer Artikel dazu bei HAZ:


22. Mai 2019
Botswana nimmt Elefantenjagd wieder auf
Nach fünf Jahren wird ein Jagdverbot auf Elefanten in Botswana wieder aufgehoben. Die Regierung hält die Population für zu groß. Dies war abzusehen, da der neue Präsident sich für die Einheimischen und gegen die Elefanten entscheiden wollte. der Bauern-Elefant-Konflikt eskalierte die letzten Jahre. In Zeiten wo es in Afrika nur noch ca. 400.000 Elefanten gibt, ist dies eine katastrophale Nachricht! Denn in Botswana leben noch die meisten Elefanten ganz Afrikas – rund 140.000
⇒Ein Bericht dazu bei Deutsche Welle



29. April 2019

Um den ganzen Bericht zu lesen, bitte auf das Foto klicken:

28. April 2019
Um den ganzen Bericht zu lesen, bitte auf das Foto klicken:


Im April 2019
Chinesische Behörden stellen 7,5 Tonnen Elfenbein sicher
PEKING – Chinesische Behörden haben in einer der grössten Razzien der vergangenen Jahre rund 7,5 Tonnen Elfenbein beschlagnahmt. Insgesamt seien bei Durchsuchungen in sechs Provinzen 2748 Elefanten-Stosszähne sichergestellt worden.
Die Stosszähne stammen aus Afrika. Sie waren in Holzlieferungen versteckt nach China geschmuggelt worden. Durch die gemeinsame Aktion von Polizei und Zoll im vergangenen Monat sei eine international agierende kriminelle Bande zerschlagen worden, sagte der Zollchef.
⇒Quelle South China Morning Post


Im März 2019

Letzte filmische Aufnahmen von der „KÖNIGIN DER ELEFANTEN“
In diesem kurzen VIDEO (von rtl) ist „F_MU1“ zu sehen, die einzigartige Elefantendame, die kürzlich eines natürlichen Todes starb; sie wurde 60 Jahre alt. Sie war eine der allerletzten ihrer Art, denn die Big Tusker sind fast ausgerottet. Nur noch ca 20 Tiere weltweit. Zum VIDEO
Zitat von Will
Burrard-Lucas: „Sie hatte Zeiten schrecklicher Wilderei überlebt, und es war ihr Triumph, dass ihr Leben nicht vorzeitig durch eine Falle, eine Kugel oder einen vergifteten Pfeil beendet wurde.“ Will Burrard-Lucas hat die letzten Fotos von der Elefantendame gemacht und sie in einem Buch veröffentlicht: „Land of Giants„. ⇒Bei Amazon bestellbar Deutschland. Darin sind 150 wunderbare Schwarzweiß-Fotografien von F_MU1 und anderen Elefanten
⇒Offiziele Website zu „Land of Giants“ mit weiteren Bestellmöglichkeiten

20. Februar 2019
TANSANIA – Sehr gut !! … Aber leider auch mit vielen toten Elefanten verbunden: die „Ivory Queen“ Yang Fenglan, ist zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Yang Fenglan, eine chinesische Geschäftsfrau mit dem Spitznamen „Ivory Queen“, wurde zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt, weil sie Hunderte von Elefantenstoßzähnen geschmuggelt hatte. Yang wurde vorgeworfen, einen der größten Schleierringe für Elfenbeinschmuggel in Afrika betrieben zu haben, der für den Schmuggel von Stoßzähnen im Wert von 2,5 Millionen US-Dollar von rund 400 Elefanten verantwortlich war.
Die Nachfrage nach Elfenbein in Asien – wo es als Kunstgegenstand oder Schmuck beliebt ist – sowie die steigenden Preise für das seltene Material, führt trotz aller internationalen Konventionen und Verbote zum Artensterben der Elefanten.


13. Februar 2019
ZIMBABWE – Zwei gewissenlose Amerikaner erschießen zwei relativ junge Elefanten und ernten Shitstorm dafür im Netz. Zu Recht! Aber leider ist die Jagd auf Elefanten in Zimbabwe legal. – SHITSTORM: Ein Post wurde mittlerweile mehr als 97.000-mal bei Twitter geteilt und hat mehr als 5.800 Kommentare erhalten (Stand 12. Februar).

 

 


⇒Zum Jahresrückblick 2018