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17. Juni 2019


PRESSEMITTEILUNG vom 28.05.2019

Seit 2011 habe sich die Zahl der getöteten Tiere mehr als halbiert, hieß es am 28 Mai 2019 in einem Bericht der internationalen Artenschutzkonferenz Cites. 2018 töteten Wilderer demnach 15.000 Elefanten, während es acht Jahre zuvor noch 40.000 Tiere waren.

Ursachen der Wilderei von Elefanten

Nicolas Scherger Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau

Studie zeigt Zusammenhang illegaler Jagd in Afrika mit Armut, Korruption und Nachfrage nach Elfenbein

Elefanten sind essenziell für die Savannen- und Waldökosysteme und spielen eine wichtige Rolle für den Ökotourismus in Afrika – jedoch hat die Wilderei in den vergangenen Jahrzehnten zu einem raschen Rückgang der Elefantenpopulationen beigetragen. Ein internationales Forscherteam präsentiert nun eine positivere Bilanz: Severin Hauenstein und Prof. Dr. Carsten Dormann von der Abteilung für Biometrie und Umweltsystemanalyse der Universität Freiburg zeigen zusammen mit Dr. Colin Beale von der Universität York/England sowie Dr. Mrigesh Kshatriya and Dr. Julian Blanc von dem Elefanten-Monitoring-Programm MIKE in Kenia/Afrika mit statistischen Verfahren auf, dass die Intensität der Wilderei auf Afrikanische Elefanten seit 2011 verhältnismäßig stark gesunken ist. In einer Studie, die sie in der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins „Nature Communications“ veröffentlichen, stellen die Forschenden die illegale Jagd auf Elefanten in Zusammenhang mit lokaler Armut, regionaler Korruption sowie der globalen Nachfrage nach Elfenbein.

Während fast alle Elefantenpopulationen nach dem Jahr 2000 drastische Rückgänge verzeichneten, sind einige Populationen mittlerweile seit ein paar Jahren stabil oder nehmen wieder zu, wie zum Beispiel die Tiere im Krüger-Nationalpark in Südafrika. Die Analyse der Forschenden zeigt, dass die Zahl der Elefanten, die durch Wilderei sterben, von einem geschätzten Höchstwert von mehr als zehn Prozent der Afrikanischen Elefantenpopulation im Jahr 2011 auf weniger als vier Prozent im Jahr 2017 gesunken ist. „Diese Entwicklung ist positiv zu bewerten, bedeutet aber noch keine Entwarnung“, erklärt Hauenstein. „Nach einigen Veränderungen im politischen Umfeld scheint die Gesamtzahl der illegal getöteten Elefanten in Afrika zu sinken, aber um mögliche Schutzmaßnahmen zu bewerten, müssen wir die lokalen und globalen Prozesse verstehen, die die illegale Jagd auf Elefanten antreiben.“

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass im regionalen Vergleich vor allem Korruption und Armut in der lokalen Bevölkerung die Wilderei begünstigen. Die Wissenschaftler heben hervor, dass die Bemühungen, die Nachfrage von Elfenbein auf asiatischen Märkten einzudämmen sowie regionale Korruption und Armut zu reduzieren, im Kampf gegen Wilderei erfolgreicher sein könnten als lediglich die Strafverfolgung zu verstärken: die erfassten jährlichen Raten der Wilderei korrelieren stark mit Angaben zur Elfenbeinnachfrage in Ostasien und insbesondere in China, dem traditionellen Markt für Elfenbein. Zudem unterscheiden sich die Quoten der illegalen Tötungen zwischen den 29 afrikanischen Ländern stark. Diese seien vor allem vom Grad der Korruption und Armut in dem jeweiligen Land abhängig.

Im Schutzprogramm „Monitoring the Illegal Killing of Elephants“ (MIKE), das die Europäische Union mitfinanziert, erfassen Wildtierhüterinnen und Wildtierhüter jährlich in 53 überwachten Stellen in 29 afrikanischen Ländern die sterblichen Überreste von Elefanten und untersuchen sie auf die Todesursache. Zwischen 2002 und 2017 haben sie 18.007 Kadaver registriert, von denen 8.860 als illegale Tötungen identifiziert wurden. MIKE wurde durch das Übereinkommen über den internationalen Handel mit gefährdeten frei lebenden Tieren und Pflanzen (CITES) gegründet, um die weltweit 181 Vertragsparteien bei Entscheidungen zum Handel mit Elefantenprodukten zu beraten. Zudem soll das Programm den Schutz und das Management von Elefanten in den betreffenden Staaten unterstützen.

Originalveröffentlichung:
Hauenstein, S., Kshatriya, M., Blanc, J., Dormann, C. F., Beale, C. M. (2019): „African elephant poaching rates correlate with local poverty national corruption and global ivory price.” In: Nature Communications. DOI: xxx

Bildunterschrift:
Die Intensität der Wilderei auf Afrikanische Elefanten ist seit 2011 verhältnismäßig stark gesunken. Foto: Colin Beale/Universität York

Kontakt:
Severin Hauenstein
Abteilung für Biometrie und Umweltsystemanalyse
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
E-Mail: severin.hauenstein@biom.uni-freiburg.de

Dr. Colin Beale
Institut für Biologie
Universität York/England
E-Mail: colin.beale@york.ac.uk

⇒Weiterer Artikel dazu bei HAZ:


22. Mai 2019
Botswana nimmt Elefantenjagd wieder auf
Nach fünf Jahren wird ein Jagdverbot auf Elefanten in Botswana wieder aufgehoben. Die Regierung hält die Population für zu groß. Dies war abzusehen, da der neue Präsident sich für die Einheimischen und gegen die Elefanten entscheiden wollte. der Bauern-Elefant-Konflikt eskalierte die letzten Jahre. In Zeiten wo es in Afrika nur noch ca. 400.000 Elefanten gibt, ist dies eine katastrophale Nachricht! Denn in Botswana leben noch die meisten Elefanten ganz Afrikas – rund 140.000
⇒Ein Bericht dazu bei Deutsche Welle



29. April 2019

Um den ganzen Bericht zu lesen, bitte auf das Foto klicken:

28. April 2019
Um den ganzen Bericht zu lesen, bitte auf das Foto klicken:


Im April 2019
Chinesische Behörden stellen 7,5 Tonnen Elfenbein sicher
PEKING – Chinesische Behörden haben in einer der grössten Razzien der vergangenen Jahre rund 7,5 Tonnen Elfenbein beschlagnahmt. Insgesamt seien bei Durchsuchungen in sechs Provinzen 2748 Elefanten-Stosszähne sichergestellt worden.
Die Stosszähne stammen aus Afrika. Sie waren in Holzlieferungen versteckt nach China geschmuggelt worden. Durch die gemeinsame Aktion von Polizei und Zoll im vergangenen Monat sei eine international agierende kriminelle Bande zerschlagen worden, sagte der Zollchef.
⇒Quelle South China Morning Post


Im März 2019

Letzte filmische Aufnahmen von der „KÖNIGIN DER ELEFANTEN“
In diesem kurzen VIDEO (von rtl) ist „F_MU1“ zu sehen, die einzigartige Elefantendame, die kürzlich eines natürlichen Todes starb; sie wurde 60 Jahre alt. Sie war eine der allerletzten ihrer Art, denn die Big Tusker sind fast ausgerottet. Nur noch ca 20 Tiere weltweit. Zum VIDEO
Zitat von Will
Burrard-Lucas: „Sie hatte Zeiten schrecklicher Wilderei überlebt, und es war ihr Triumph, dass ihr Leben nicht vorzeitig durch eine Falle, eine Kugel oder einen vergifteten Pfeil beendet wurde.“ Will Burrard-Lucas hat die letzten Fotos von der Elefantendame gemacht und sie in einem Buch veröffentlicht: „Land of Giants„. ⇒Bei Amazon bestellbar Deutschland. Darin sind 150 wunderbare Schwarzweiß-Fotografien von F_MU1 und anderen Elefanten
⇒Offiziele Website zu „Land of Giants“ mit weiteren Bestellmöglichkeiten

20. Februar 2019
TANSANIA – Sehr gut !! … Aber leider auch mit vielen toten Elefanten verbunden: die „Ivory Queen“ Yang Fenglan, ist zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Yang Fenglan, eine chinesische Geschäftsfrau mit dem Spitznamen „Ivory Queen“, wurde zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt, weil sie Hunderte von Elefantenstoßzähnen geschmuggelt hatte. Yang wurde vorgeworfen, einen der größten Schleierringe für Elfenbeinschmuggel in Afrika betrieben zu haben, der für den Schmuggel von Stoßzähnen im Wert von 2,5 Millionen US-Dollar von rund 400 Elefanten verantwortlich war.
Die Nachfrage nach Elfenbein in Asien – wo es als Kunstgegenstand oder Schmuck beliebt ist – sowie die steigenden Preise für das seltene Material, führt trotz aller internationalen Konventionen und Verbote zum Artensterben der Elefanten.


13. Februar 2019
ZIMBABWE – Zwei gewissenlose Amerikaner erschießen zwei relativ junge Elefanten und ernten Shitstorm dafür im Netz. Zu Recht! Aber leider ist die Jagd auf Elefanten in Zimbabwe legal. – SHITSTORM: Ein Post wurde mittlerweile mehr als 97.000-mal bei Twitter geteilt und hat mehr als 5.800 Kommentare erhalten (Stand 12. Februar).