ELEFAKTEN

Fakten „Afrikanischer Elefant“

In 37 Länder in Afrika südlich der Sahara leben Elefantenpopulationen.

Zwei Unterarten afrikanischer Elefanten: Savanne (Loxodonta Africana) und Waldelefanten (Loxodonta Cyclotis).

76% der afrikanischen Elefanten sind grenzüberschreitend, sie wandern über politische Grenzen hinweg. Das bedeutet, dass die meisten afrikanischen Elefanten keinem Land „angehören“.

Afrikanische Elefanten spielen eine Schlüsselrolle bei der Gestaltung der Struktur von Wäldern, Buschland und Savannen. Sie schaffen räumliche Heterogenität und Vielfalt auf Landschaftsebene, verteilen Samen und erleichtern den Zugang zu Wasser für eine Reihe anderer Arten.

Die derzeitige kontinentale Populationen werden auf etwas mehr als 400.000 Savannen- und Waldelefanten geschätzt – gegenüber 600.000 vor einem Jahrzehnt !

30% der Savannenelefanten wurden zwischen 2008 und 2014 getötet.

60% der Waldelefanten wurden zwischen 2002 und 2011 getötet.

Die meisten afrikanischen Elefanten sind in Anhang I aufgeführt (seit 1989). Nach den Bestimmungen des CITES (Übereinkommen über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten wildlebender Tiere und Pflanzen) ist kein internationaler Handel zulässig.

Seit 1997 sind jedoch Elefanten in Botswana, Namibia, Südafrika und Simbabwe in Anhang II aufgeführt. Der internationale Handel mit ihren Produkten ist unter bestimmten Umständen gestattet (siehe CITES).

2008 verkauften die vier Anhang-II-Länder 102 Tonnen Elfenbein nach China und Japan. Als direkte Folge stieg die Nachfrage nach Elfenbein und Wilderei auf dem gesamten Kontinent drastisch an.

30 afrikanische Länder, die sich die African Elephant Coalition (AEC) nennen, fordern ein globales Verbot des Handels mit Elfenbein, indem alle afrikanischen Elefanten wieder in Anhang I aufgenommen werden.

Die AEC (African Elephant Connection) ist daran interessiert, sicherzustellen, dass es eine gesunde und lebensfähige Elefantenpopulation gibt, die frei von Bedrohungen durch den internationalen Elfenbeinhandel ist. Sie hat eine Vision und einen Plan, der nationale und regionale Strategien zur Förderung des konsumfreien Einsatzes von Elefanten durch die Entwicklung des Ökotourismus.


(c) Foto Pixabay

Simbabwe verkaufte lebende wild gefangene Elefantenbabys an chinesische Zoos und Zirkusse. Über 100 wurden seit 2014 gefangen genommen und nach China geflogen. Dies ist seit der Cites-Konferenz im Jahre 2019 endlich verboten.

Verboten seit der Cites-Konferenz im Jahre 2019 sind Verkäufe von Elefanten ins Ausland für Zoos oder Zirkusse. Ausgenommen bleibt nur der Handel mit den Großsäugern für Projekte zu deren Arterhalt in freier Wildbahn.

China, der weltweit größte Elfenbeinhändler, verbot am 1. Januar 2018 den legalen Verkauf von Elfenbein innerhalb seiner Grenzen.

Die Vereinigten Staaten, der zweitgrößte Markt für Elfenbein, haben seit Juni 2016 ein nahezu vollständiges Verbot.

Die Europäische Union (EU) verbietet die Ausfuhr von Rohelfenbein, obwohl die Ausfuhr von geschnitztem Elfenbein aus der Zeit vor 1947 (antik) und die Ausfuhr von geschnitztem Elfenbein aus den Jahren 1947–1975 mit einem Gewicht unter 200 g gestattet ist. Die EU ist der größte Exporteur von antikem Elfenbein, hauptsächlich nach China und Japan.

Japan und viele andere Länder, einschließlich afrikanischer Länder wie Namibia, Simbabwe und Südafrika, haben florierende einheimische Elfenbeinmärkte.

Inländische Elfenbeinmärkte schließen in China und den USA, bleiben aber in vielen anderen Ländern geöffnet.

Großbritannien hat seinen Binnenhandel bis auf wenige Ausnahmen im Jahre 2018 verboten.

„Big Tusker“
So werden Elefanten genannt, deren Stoßzähne fast bis zum Boden reichen und bei denen jeder Stoßzahn mehr als 45 Kilogramm wiegt. Diese sind besonders wertvoll für die Wildtiermafia 🙁

 

⇒Jahresrückblick 2018
Afrikanische Elefanten kämpfen ums Überleben!