World Elephant Day 2018

BERICHT ZUR SITUATION DER ELEFANTEN
anläßlich des World Elephant Days 12.8.18

Die Elefanten weltweit, erleben in unserer Zeit leider viel Schlechtes: Trophäenjagd, Gefangenschaft, Wilderei, Elfenbeinhandel, Mensch-Elefanten-Konflikt und Lebensraumzerstörung.

Der „World Elephant Day“ (deutsch: Welt-Elefantentag) ehrt weltweit alle Elefanten am 12. August alljährlich und wird sogar gefeiert – seit 2015. Dieser Tag mahnt auch, dass die sensiblen Dickhäuter stark bedroht sind. Am Welttag des Elefanten finden Protestaktionen statt, gegen Vieles was Elefanten schadet.

Der World Elephant Day gibt auch Anlaß darüber zu berichten, wie es derzeit um das Schicksal der Elefanten bestellt ist. Man weiß seit 2016, dass in Afrika nur noch rund 450.000 wilde Elefanten leben. In Asien leben nur noch rund 40.000. Das sind alarmierende Zahlen!
Die bereits genannten Bedrohungen (siehe oben) sind der Grund dafür, dass die Zahlen der Populationen rapide geschrumpft sind. Nichts desto trotz gibt es weltweit Bemühungen und auch Erfolge, das Schicksal der Elefanten zum Besseren zu wenden. Viele Organisationen sind tätig und vor Ort aktiv. Diese sollte man auch unterstützen.

ELEFENBEINHANDEL
Einer der wichtigsten Schritte war, das Ende des legalen Elfenbeinhandels in China. Als bislang größter Elfenbeinmarkt weltweit. Nun muss der illegale Handel bekämpft werden.
Die Europäische Union diskutiert noch darüber, wie sie den legalen Binnenhandel weiterführen will. Tierschützer weltweit fordern die EU dazu auf, den Handel komplett zu beenden.

CITES
Cites regelt den Handel mit lebenden Tieren. In den Jahren 1990 bis 2015 wurden 1774 wilde afrikanische Elefanten exportiert. Fünfhundert und dreiundachtzig von ihnen wurden für Zirkusse und Wanderausstellungen bestimmt, und 331 von ihnen wurden für Zoos bestimmt sind .
Cites hat es leider in 2016 verpaßt ALLEN Elefanten in Afrika den höchsten Schutzstatus 1 zu gewähren. Die Elefanten in den Ländern Botswana, Südafrika, Namibia und Simbabwe haben nur Schutzstatus 2; somit Handel möglich. Noch immer verkauft Simbabwe seine Elefanten nach Asien.

TROPHÄENJAGD
Position der US-Regierung auf Trophäenjagd: Im November 2017 kündigte die US Fish and Wildlife Service an, dass eine bestehendes Verbot zur Einfuhr von Elefantentrophäen aus Simbabwe und Sambia aufgehoben werden wird. Ein öffentlicher Aufschrei folgte. Umweltgruppen klagten dagegen. Trump will von Fall zu Fall entscheiden lassen, wann ein Elefantenteil aus Trophäenjagd eingeführt werden darf.

BOTSWANA, das Land mit der größten Zahl der afrikanischen Elefanten auf dem Kontinent, erwägt sein Elefantenjagd-Verbot aufzuheben. Botswana argumentiert, dass es zu viele Elefanten hat, mit eskalierenden Mensch-Elefanten-Konflikten als Ergebnis. Ein Ausdruck dafür ist der klassische Fall von Elefanten in Bauernkulturen. Botswanas Denkweise, wenn das Jagdverbot für einige dieser „lästigen Elefanten“ aufgehoben wird, wird es kein Problem mehr sein!?.
Um eine Aufhebung des Verbots in Erwägung ziehen, muss Botswana zuerst genau sagen, wie viele Elefanten es hat. Die Regierung setzt die Populationszahl bei 237.000, während Erhebungen durch das Department of Wildlife und Nationalparks (DWNP) und Elefanten ohne Grenzen (EWB) schätzen 130.000 Elefanten ermittelte.
Es ist die Rede davon gewesen, dass Botswana absichtlich die Zahlen aufblasen wird, um eine Aufhebung des Verbots zu rechtfertigen. Eine neue Populationszählung ist bereits im Gange, deren erste Ergebnisse Anfang 2019 veröffentlicht werden.

SIMBABWE hat andere Probleme, wenn es um Elefanten geht, nämlich Elefanten-Exporte nach Asien, die die Öffentlichkeit in Aufruhr bringt. Im Oktober 2017 schrieb eine Journalistin in The Guardian über das Thema. Darin berichtete sie, dass früher im August vierzehn junge Elefanten zum Verkauf an einen chinesischen Zoo bestimmt waren. In der Regel sind Zooelefanten zu einer Existenz von Elend und Isolation verdammt. Elefanten-Gefangenschaft ist immer eine schlechte Idee, egal wo es ist.

In INDIEN werden viele Elefanten bei Tempelzeremonien missbraucht. Es gibt rund 10.000 Prozessionen oder Zeremonien in einem indischen Staat allein in Kerala, und es ist traditionell Elefanten dafür zu mißbrauchen.

WALDELEFANTEN IN AFRIKA
Zusätzlich zu dem, was im südlichen Afrika los ist, haben die Elefanten in Zentralafrika auch weiterhin unter Wilderei gelitten 80% Rückgang der Waldelefanten in den letzten zehn Jahren.

Im Dezember 2017 wurde Prinz Harry zum neuen Präsidenten der Afrikanischen Parks ernannt – die 13 Parks in Verbindung mit dem lokalen Gemeinden im Namen der Regierung verwaltet.

In 2018 ist die Gründerin Daphne Sheldrick, des erfolgreichen Elefantenwaisenhauses und Auswilderungsstation The David Sheldrick Wildlife Trust, leider nach Krankheit, im Alter von 83 Jahren verstorben.

RANGER
128 Ranger-Todesfälle ereigneten sich in den letzten zwölf Monaten. Diese Menschen setzen ihr Leben für die Wildtiere und deren Schutz aufs Spiel. ⇒In Memorium

Das waren nun tendenziell eher schlechte Nachrichten (es gibt leider noch mehr). Aber die Situation ist eben extrem ernst. Es gibt auch gute Nachrichten, die man nicht vergessen darf.

Zusammenfassung und Übersetzung: Anja Semling, Mayday-Elefanten.

Quelle u. mehr Informationen über den aktuellen Stand der Elefanten, gibt’s hier (in Englisch): ⇒http://worldelephantday.org

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