Waisenhäuser für Elefanten

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Waisenhäuser und Auswilderungsstationen
Elefanten-Waisenhäuser gibt es in Afrika in: Kenya, Botswana, Sambia, Zimbabwe sowie in Asien, z.B. in Sri Lanka. Verwaiste junge Elefanten, denen meist ein schlimmes Schicksal zugestoßen ist, werden in solchen Waisenhäusern rehabilitiert und später ausgewildert.

 


Das bekannte Waisenhaus „Sheldrick Wildlife Trust“ (SWT) in Kenya

Diese Organisation, die von der Engländerin Daphne Majorie Sheldrick vor ein paar Jahrzehnten gegründet wurde, rettet Elefantenbabys in Kenya, die meistens verwaist aufgefunden werden. Um sie dann später (nach Jahren!) wieder auszuwildern. Diese Waisen haben ein schlimmes Schicksal erlebt und sind oft traumatisiert, wenn sie in der Waisenstation ankommen. Ihre Mütter wurden getötet von Wilderern oder die Kleinen wurden aus unterschiedlichen Gründen von der Mutter getrennt. Nur 60–70% überleben. Das DSWT-Team kümmert sich rund um die Uhr um die kleinen Elefanten. Versorgt sie ärztlich und die Pfleger schlafen sogar bei jedem einzelnen Baby im Stall. Nach zwei Jahren werden die Kleinen umgesiedelt in ein anderes Gebiet, um auf ein Leben in der Wildnis vorbereitet zu werden.
(c) Foto: Rettet die Elefanten Afrikas www.reaev.de

 


Das Lilayi Elefantenwaisenhaus in Sambia:
Dies Elefanten-Waisenhaus im südlichen Afrika, rettet junge Elefanten, deren Mütter Opfer von Wilderei geworden sind. Die Kleinen werden aufgepäppelt und später auf ein Leben in der Wildnis vorbereitet.
Das Hilfsprojekt ist eine Gemeinschaftsinitiative von Game Rangers International, der David Sheperd Wildlife Foundation und der Zambia Wildlife Authority. Mehr Infos ⇒hier
⇒Mehr Informationen bei IFAW
⇒Mehr Informationen bei Pro Wildlife

 


Die Elefantenkrippe in Zimbabwe (ZEN):
Die Elefantenkrippe „Zimbabwe Elephant Nursery“ (ZEN) bei Harare bietet jungen Elefanten, die vor dem Tod gerettet wurden, ein Zuhause. Seit 2016 ist International Fund Animal Welfare (IFAW) offizieller Partner von ZEN.

Ziel ist, die Waisen zu rehabilitieren um sie später auszuwildern, damit sie ein normales Leben in der Wildnis führen können. Der IFAW und ZEN haben 34.5000 Hektar Land gepachtet, für einen Zeitraum von mind. 20 Jahren. Gegründet wurde ZEN bereits 2013. Zuvor hatten Elefanten-Waisen keine Überlebenschance.
⇒Mehr Informationen bei IFAW
⇒Offizielle Website „Zimbabwe Elephant Nursery“

⇒Weitere Infos zu ZEN gibt’s auch bei Rettet die Elefanten Afrikas e.V.
⇒Rettung eines Elefantenkalbes in Simbabwe (mit Video)

⇒VIDEO (YouTube): Umzug von 6 Elefanten-Waisen in Simbabwe (2021):
Sechs verwaiste Elefantenkälber sind der Freiheit 900 km nähergekommen. Gemeinsam mit Wild is Life Trust and ZEN wurden die Kleinen: Jack, Johnnie, Marsie, Mana, Tessa und Amira in das IFAW-ZEN-Projekt im Panda Masuie Forest Reserve in der Nähe der Viktoriafälle gebracht, wo sie die nächste Phase ihrer Rehabilitationsreise zurück in die Wildnis beginnen.


Waisenhaus Reteti:
Reteti Elephant Sanctuary – Community-Schutz in Nordkenia

Im Namunyak Wildlife Conservancy in Nordkenia liegt ein Meilenstein des modernen Artenschutzes: das Reteti Elephant Sanctuary. Gegründet im August 2016, ist es das erste Elefantenwaisenhaus Afrikas, das sich vollständig im Besitz der lokalen Samburu-Gemeinschaft befindet und von ihr betrieben wird.

Warum die Kälber Hilfe brauchen

Im Gegensatz zu anderen Regionen verwaisen Elefantenbabys im Norden Kenias meist durch die Tücken des extrem trockenen Klimas:

  • Die Brunnen-Falle („Well Orphans“): Um ihr Vieh zu tränken, graben die Samburu tiefe Brunnen in trockene Flussbetten. Nachts stürzen immer wieder Elefantenkälber in diese Löcher und werden von ihren Herden getrennt.

  • Dürre & Klimawandel: Extrem langanhaltende Dürreperioden führen dazu, dass Muttertiere entkräftet kollabieren oder keine Milch mehr produzieren können.

  • Mensch-Wildtier-Konflikte: Die Konkurrenz um die spärlichen Wasserlöcher führt immer wieder zu tödlichen Zusammenstößen.

Pionierarbeit und Frauen-Empowerment

Reteti geht auch bei der Pflege neue Wege: Da Spezialmilch schwer zu beschaffen ist, füttert das Team die Waisen mit einer eigens entwickelten Ziegenmilch-Formel. Diese wird lokalen Samburu-Frauen abgekauft, was der Gemeinschaft eine nachhaltige Einnahmequelle sichert. Zudem hat Reteti Barrieren durchbrochen und die ersten weiblichen Elefantenpflegerinnen Afrikas eingestellt.

Das übergeordnete Ziel der Station ist immer das „Re-wilding“: Sobald die Elefanten alt genug sind (mit etwa 3 bis 4 Jahren), werden sie schrittweise wieder in wilde Herden ausgewildert.

Starkes Bündnis: Die Rolle des IFAW

Ein Projekt dieser Tragweite benötigt starke globale Partner. Hier kommt der IFAW (International Fund for Animal Welfare – ifaw.org) ins Spiel. Als einer der Hauptunterstützer greift der IFAW Reteti finanziell und logistisch unter die Arme. Die Organisation hilft dabei, die kritische Infrastruktur zu sichern, Tierarztkosten zu decken und die Ausbildung der Pflegerinnen und Pfleger zu finanzieren. Durch diese Partnerschaft verbindet Reteti indigenes, lokales Wissen direkt mit internationaler Expertise im Wildtierschutz.

Reteti beweist, dass moderner Elefantenschutz nur mit den Menschen vor Ort funktioniert. Unterstützt durch die globale Kraft des IFAW, ist dieses Projekt ein leuchtendes Vorbild für die Zukunft des afrikanischen Artenschutzes.

 


Elefanten-Waisenhaus in Botswana:
Die Regierung von Botswana, Abteilung für Wildtiere und Nationalparks, die mit der Organisation „Elephant Without Borders“ zusammenarbeitet, hat verwaiste Elefantenkälber gerettet, mit dem Ziel, das erste Elefantenreservat des Landes zu eröffnen.
Dies ist die erste Einrichtung auf der Welt, die einer Regierung angehört, die sich der Rettung, Pflege und Wiederansiedlung afrikanischer Elefanten verschrieben hat. Botswana wird international für seinen hervorragenden Elefantenschutz anerkannt. Das Waisenhaus in Kasane beschäftigt etliche Elefantenpfleger, und bietet so sichere Beschäftigung für Einheimische.

Diese Elefanten-Zufluchtsstation bietet – wie alle solche Einrichtungen in Afrika – Hoffnung und ist ein sicherer Zufluchtsort für Waisenkinder, wo sie rehabilitiert und wieder in die Wildnis zurückgebracht werden.
Offizielle Website: ⇒Elephant Without Borders > Elephant Orphange
(c) Foto: Pixabay.de hbieser, Elefant in Botswana, Chobe Nationalpark

 


Das Elefanten-Waisenhaus auf Sri Lanka:
Auf Sri Lanka sterben im Jahr mehr als 200 Elefanten durch Menschenhand. Zurück bleiben oft hilflose Jungtiere, die ohne menschliche Hilfe keine Überlebenschance haben. Diese Tiere werden, wenn sie rechtzeitig gefunden werden, ins „Elephant Transit Home“ in Udawalawe im Süden Sri Lankas gebracht.
⇒Offizielle Website: „Elephant Transit Home“

 


⇒Patenschaft für ein Elefanten-Waise übernehmen bei REA e.V.
Für Elefantenwaisen beim David Sheldrick Trust in Kenya, kann man Patenschaften übernehmen via „Rettet die Elefanten Afrikas e.V.“ ⇒REA e.V. Zum Beispiel für „Wanjala“ (Foto unten) oder andere pflegebedürftige Waisen – die eine zweite Chance auf ein normales Leben so dringend brauchen!

(c) Foto: Rettet die Elefanten Afrikas www.reaev.de

 

Das hier sind die Zertifikate vom Sheldrick Wildlife Trust in Kenia. Auch diese drei Waisenelefanten werden regelmäßig von Mayday-Elefanten finanziell unterstützt, mit einer Patenschaft für Wanjala, Roi, Emoli:

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