Elefanten in Gefahr!

Situation der Elefanten derzeit

Afrikas Elefanten sind leider vom Aussterben bedroht; auch von den asiatischen Elefanten sind nur noch ein paar Zehntausende in Asien zu finden, entweder als wilde Tiere oder als Arbeitselefanten.

Die Zahl der afrikanischen Elefanten ging in den letzten Jahren dramatisch zurück. Nachweislich gibt es nur noch etwa 400.000 Graue Riesen (Savannen- und Waldelefanten) in ganz Afrika. Eine zweijährige Zählung in den Jahren 2015–16 per Flugzeug, erbrachte dieses traurige Ergebnis.

In den letzten sieben Jahren (Stand: 2016) verlor Afrika rund 144.000 Elefanten. Die meisten von ihnen wurden von Wilderern, die auf das Elfenbein aus sind, brutal getötet.

Die Gier in China nach Elfenbein ist ungebrochen. Das Rohmaterial sowie das Geschnitzte ist sehr gefragt bei den reicheren Chinesen. Auch in Thailand, Japan und Vietnam ist die Nachfrage danach groß. Ein Kilogramm Rohelfenbein hat einen Wert von bis zu 1500 Dollar. In Form von Gegenständen, Dekorationen oder Statussymbolen kaufen die Chinesen ein, was wir hierzulande inzwischen verpönen! Denn: Kein Mensch braucht Elfenbein, außer ein Elefant!

(c) Foto rechts „Elfenbeinartikel“: IFAW Int. Fund Animal Welfare, www.ifaw.org

China hat auf Druck der internationalen Öffentlichkeit, nun endlich ein Gesetz erlassen, das die Schließung von den legalen Läden im Land fordert (trat ab März 2017 in Kraft). Auch Elfenbein-Werkstätten mussten schließen.

Ab 1. Januar 2018 hat China seinen legalen Elfenbeinhandel beendet. Doch viele halten sich noch nicht an diese neue Regelungen. Der illegale Markt ist seit vielen Jahrzehnten Bestandteil der Wildtier-Kriminalität. Und somit eine der schlimmsten Gefahren für die Elefanten. Bleibt also noch der illegale Handel auf dem Schwarzmarkt und im Darknet!


Stoßzähne die gelagert sind in Südafrika. (c) Foto: Tony Carnie

Weitere Bedrohungen für die Elefanten sind Trophäenjagden, Habitats-Verluste, Mensch-Tier-Konflikte und auch der Klimawandel setzt den Tieren zu.

Populationszahlen in Afrika:
Um das Jahr 1900 gab es in Afrika noch etwa 10 Millionen Graue Riesen. Im Jahre 1980 noch ca. 1,3 Millionen und im Jahre 2016 nur noch 400.000 Elefanten. Wenn diese Rückläufigkeit  so weiter geht, werden die Elefanten bis in 10 Jahren verschwunden sein. Es werden derzeit mehr Elefanten getötet, als geboren. Die meisten Elefanten leben in Botswana, etwa 100.000. Dann gibt es sie in Namibia, Südafrika, Kenya, Malawi, Zimbabwe, Mozambique und anderen afrikanischen Staaten. In einigen afrikanischen Ländern sind die freundlichen Riesen bereits ausgestorben.


Gründe für die Rückläufigkeit der Elefanten in Afrika:

Wilderei für den asiatischen Elfenbein-Markt.
Elfenbeinhandel in der EU.
Der natürliche Lebensraum der Elefanten nimmt ab.
Trophäenjagden.
Klimawandel, folglich heftige Dürreperioden.
Mensch-Tier-Konflikte.
Eine zunehmende Zahl von Elefanten wird während bewaffneter Konflikte getötet.


Online-Artikel bei Spiegel.de vom 1.9.2016:
⇒Dramatisches Elefantensterben in Afrika



Es gibt aber noch Hoffnung, denn viele weltweite Organisationen setzen sich für den Schutz der Dickhäuter ein. In Afrika und Asien vor Ort, oder aus der Ferne.
Viele Maßnahmen, Projekte und Aktionen finden weltweit statt und Schutzzentren sind entstanden.

 

ELEPHAS MAXIMUS auch in Gefahr !

Auch Asiatische Elefanten sind vom Aussterben bedroht. Man schätzt ihre Zahl auf ca. 50.000 (Arbeitselefanten und wilde Elefanten). Obwohl die asiatischen Elefanten nicht (mehr) wegen ihres Elfenbeins hauptsächlich getötet werden, sind sie hochbedroht durch Mensch-Tier-Konflikt, Lebensraum-Zerstörung oder auch wegen ihrer Haut !! In Myanmar ist die gesamte Elefanten-Population gefährdet. Hierzu ein ausführlicher Artikel von Peter Jäggi (vom 17.6.2018): ⇒Das Drama um Myanmars Elefanten


Bericht vom 19. Dezember 2018

KERALA / Indien:
Dies ist die magere Leiche des 34. gefangenen Elefanten (Foto siehe unten), der in diesem Jahr von Festival Mafiya in Kerala getötet wurde. Der Name dieses Elefanten zum Zeitpunkt des Todes war Peroorkkada Sankaranarayanan (32 Jahre alt), der gestern Morgen in den Räumlichkeiten von Prasanth aufbewahrt wurde. In den letzten Tagen wurde dieser kranke Elefant nicht ordnungsgemäß von seiner Depotbank besucht, da er sich außerhalb seines Wohnsitzes befand. Dieser Elefant war einer der Elefanten, die häufig illegal zwischen mehreren Personen, die eine Verbindung zu Festival Mafiya hatten, übertragen wurde. Der ursprüngliche Name dieses Elefanten war Mundakkal Kannan, der so viele äußere Wunden hatte, die ziemlich vom Menschen verursacht wurden. Auf die Personen, die diesen Elefanten illegal von Alappuzha, Idukki, Ernamkulam, Trichur und Thiruvanathapuram mißbraucht hatten, wurden mehrere Klagen wegen Folter erhoben, die in den letzten Jahren auf ihn ausgeübt worden waren.
Zum Zeitpunkt des Todesfalls hatten die Ärzte der Tierhaltungsabteilung in Palode mehrere innere Störungen beobachtet, darunter Nierenprobleme und Nierenprobleme. Die Umstände, unter denen der Elefant tot war, zeigen, dass dieser Elefant gegen Ende seines Lebens völlig vernachlässigt worden war. HATF hat eine detaillierte Beschwerde beim Ministerium für Umwelt und Wald der Regierung eingereicht.
(Dt. Übersetzung gemäß Artikel unten)

 

Stand: 2018